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Letter

itemMay 15, 1939

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Letter
Montreal Holocaust Museum · small copy hosted here: www.cjhn.ca blocks its images on other sites · full-size image ↗ · view and cite at source ↗

Where

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Held by
Montreal Holocaust Museum via Canadian Jewish Heritage Network (incl. Alex Dworkin Canadian Jewish Archives)
Dates
May 15, 1939 (indexed as 1939)
Level
item
Extent
Letter : Paper : beige ; Ht: 11"1/2 in. x W: 7"5/8 in.
Scope & content
1 page letter, typed on both sides, handwitten along side of first page. Letter was written by Pesach Mandel and signed by his wife and their daughter Elfi. Narrative: The donor's father Pesach (Ferdinand) Mandel was originally from Stanislau (Poland). His family emigrated to Austria where he became a dentist. He married Sarafina and they had two daughters, Elfi and Ilse. The Mandel family lived in a suburb of Vienna. In the 1930s there were rumors of war and they wanted to leave. Pesach's sister Margit, her husband Alfred Beck and their son Robert left for New York but it was hard for them to find work and support themselves. Pesach's brother Hermann emigrated to Palestine where he also had problems finding work. Pesach was interned in concentration camp Dachau (Germany) but was released thanks to his connections to Christian friends in the military. Following his release, the family was able to go back to Stanislau (Poland) where they moved in with relatives and worked making tombstones. In 1941, after Germany attacked the USSR, the Mandel family was interned by the Russians and deported to Siberia. From there they were moved to the Ural district and later to Karagandy (Kazakhstan). Persach died at the age of 39. The rest of the family was released in 1948 and was able to move back to Vienna.
Location

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Genre / form
textual record
In the picture
DocumentHandwrittenImmigrationLetterSignatureTypewrittenTagged automatically by a vision model; may contain mistakes.
Text in the image
dritter Brief.Wien am 15. Mai 1939.Meine Lieben!Ich glaube Ihr werdet mit meinem heutigen Bericht zufrieden sein, denn ich bin in der allgemeinen Lage Euch mitteilen zu können, das ich ab den 9. Mai am Pal-Amt als Provinzreferent für Niederdonau arbeite, natürlich ist damit eine Legitimation verbunden aber leider Gottes ohne Bezahlung und habe ich dies einzig allein den Lindenfeld der ein Kousin meiner Frau ist.Nun ich bin überzeugt das Ihr sagen werdet, solange ich keine Ausreise respektive Einreise habe werdet Ihr nicht beruhigt sein aber ich danke dem Allmächtigen das ich diese Legitimation wenigstens erreicht habe.Ich habe durch den Herrn Stock erfahren das Ihr auch an der Rosl geschrieben habt, unter anderen dass ich ein Pechvogel bin da Ihr mir ein gutes Affidavid senden könntet, jedoch sei ich viel zu spät registriert, darauf meine Lieben wäre folgendes zu sagen es ist wohl richtig das ich viel zu spät daran kommen möchte, aber ich bin der Meinung wenn es Euch nicht zuviel Schererei macht mir doch das Affidavid einzusenden, dies deshalb denn da hätte ich dann vielleicht doch eine Möglichkeit ins Camp zu kommen.Leider Gottes habe ich diese Möglichkeit sonst nicht mehr, dem das Pal-Amt ist für die Camp-Angelegenheit gesperrt worden, dies deshalb weil das Pal-Amt bei der letzten Camp-Aktion 380 Leute hinausgebracht hat und jetzt ist die Englische Regierung ans Pal-Amt herangetreten mit der Forderung Zertifikate herzugeben und was macht das liebe Amt? Schafft Euch welche war die Antwort, Ihr könnt Euch vorstellen das natürlich sofort nicht nur das Pal-Amt sondern auch die ähnlichen Ämter wie Misrachi, Aguda ect. für die Camp-Aktion gesperrt wurden, das heisst praktisch nur diejenigen mit der Aussicht ins Camp zu kommen die eine Einreise nach Übersee haben und die Zeit dort abwarten bis zur endgültigen Abreise, deswegen glaube ich wäre es gut wenn ich ein gutes oder auch schlechtes Affidavid hätte, natürlich überlasse ich Euch das.Wenn ich ehrlich sein will hat mich Euer letzter Brief sehr enttäuscht, denn in einem der letzten Briefe hat Herr Ing. Franz geschrieben das Du Alfred schon einen Posten hättest und nun schreib die 1. Margit gerade dass Gegenteil, jedoch hoffe ich bis mein Brief Euch erreichen wird das Alfred schon denselben hat.Ich danke Gott das Ihr wenigstens gesund seid und es Euch soweit gut geht und Ihr müst nicht verzagen auch die Arbeit wird bestimmt kommen.Von Hermann haben wir Post erhalten und ich glaube leider das er auch schon arbeitslos ist, er hat zwar nur geschrieben das er den Arbeitsplatz gewechselt hätte, jedoch ich bin fast überzeugt davon das es nicht auf Wahrheit beruht, nämlich die Berichte aus Erez sind gerade nicht die Günstigsten, auch hat Herman seine Wohnung gewechselt, aber ich glaube bis Ihr meinen Brief erhalten werdet hab Ihr schon bestimmt ein Schreiben von Hermann.Jetzt möchte ich Euch noch etwas mitteilen Ich bin durch den Armin vielleicht in der Lage mit meiner Familie doch noch nach England zu kommen und zwar ist das folgendermassen: In England ist eine Frau die schon viele Leute zu sich genommen hat, bei dieser Frau muss man sich verpflichten zu arbeiten umsonst und nach Ablauf von 3 Monaten verpflichtet sich die Frau einen Posten für diejenige zu verschaffen die bei ihr waren, allerdings muss man für vier englische Pfund in England bezahlen. Ich bin bei der Frau bereits angemeldet und hoffe nächste Woche schon Antwort zu haben angeblich muss man für Kinder mit 6 Jahre keine 4 Pfund geben, jedoch werde ich erst antwort erhalten und werde Euch dann sofort berichten, sollte ich auch Euch damit belästigen müssen so werdet Ihr mir nicht böse sein, vorausgesetzt das es Euch möglich ist.Seit alle Herzlich gegrüsst von EuremRead automatically; may contain mistakes.
Language
German
Harvested
2026-10-19T03:21:16Z · source datestamp n/a · andornot

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