Letter
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- Held by
- Montreal Holocaust Museum via Canadian Jewish Heritage Network (incl. Alex Dworkin Canadian Jewish Archives)
- Dates
- May 5, 1939 (indexed as 1939)
- Level
- item
- Scope & content
- 1 page letter, typed on both sides. Letter was written by Pesach Mandel with a note from his wife and daughter Elfi at the end. Narrative: The donor's father Pesach (Ferdinand) Mandel was originally from Stanislau (Poland). His family emigrated to Austria where he became a dentist. He married Sarafina and they had two daughters, Elfi and Ilse. The Mandel family lived in a suburb of Vienna. In the 1930s there were rumors of war and they wanted to leave. Pesach's sister Margit, her husband Alfred Beck and their son Robert left for New York but it was hard for them to find work and support themselves. Pesach's brother Hermann emigrated to Palestine where he also had problems finding work. Pesach was interned in concentration camp Dachau (Germany) but was released thanks to his connections to Christian friends in the military. Following his release, the family was able to go back to Stanislau (Poland) where they moved in with relatives and worked making tombstones. In 1941, after Germany attacked the USSR, the Mandel family was interned by the Russians and deported to Siberia. From there they were moved to the Ural district and later to Karagandy (Kazakhstan). Persach died at the age of 39. The rest of the family was released in 1948 and was able to move back to Vienna.
- In the picture
- DocumentFamilyHandwrittenLetterSignatureTypewrittenTagged automatically by a vision model; may contain mistakes.
- Location
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- Extent
- Letter : Paper : beige ; Ht: 11"5/8 in. x W: 7"5/8 in.
- Genre / form
- textual record
- Format
- Document
- Text in the image
- Wien am 5. Mai 1939.Meine Lieben!Endlich sind wir im Besitz eines Schreiben von Euch direktaus U.S.A. wenn ich ehrlich sein will danke ich Gott das Ihr schonin New'York seid, denn ein bisschen habe ich auch Angst gehabt, schliesslich ist so eine Reise wie Ihr sie hinter Euch habet ja doch keine Kleinigkeit, aber wie alles ein Ende hat, habt Ihr das auch hinterEuch und könnt frohen Herzens Halleluja rufen.Nun liebes Schwesterlein fragst Du mich was es bei uns neues gibt wir danken den lieben Gott das wir nichts neues berichten können, die Mutter befindet sich unberufen in der vollsten Gesundheit, wegen Grünbach wirst Du ja unterdess den letzten Brief erhalten haben und seit dieser Zeit hat sich diesbezüglich nichts geändert.Wie findet sich der kleine Scheisser(Hermann würde schreiben der grosse und kleine Scheisser) in seiner neuen Heimat zurecht? leider wird es nicht mehr lange dauern und er wird uns alle vergessen haben jedoch soll er das Glück haben uns insofern nicht vergessen zu können, das wir vielleicht in einiger Zeit ebenfalls nach U.S.A. fahren, denn meine lieben die Berichte aus Erez sind leider nicht die Rosigsten, dabei mache ich Euch aufmerksam hat Herman darüber nicht eine Zeile geschrieben, Ihr kennt doch Hermann ganz gut ehe er schreiben würde es geht ihm schlecht würde er sich die Zunge abbeissen, sondern haben wir Berichte aus Erez von Leuten die reine Idealisten sind und viel über sich ergehen lassen ehe sie so etwas schreiben, also der Verdienst ist jetzt derart schlecht das die Leute buchstäblich hungern wenn sie nicht etwas zusetzten haben.Andererseits möchte ich Euch vollendes fragen und speziell Dich liebes Schwesterlein denn Du kennst doch den Riegler Jenö der nach Bolivien gefahren ist, seinerzeit glaubten nämlich wir alle er sei der grösste Hochstapler und nun hat sich volgendes herauskristalisiert: Wie ich mich persönlich überzeugen konnte bei der Makkabi sind sehr seine Berichte vollkommen wahr, er schrieb das es ihm und einen gewissen Herr Shlesinger gelungen sei zunächst für 100 familien die Einreise zu erhalten denen weitere 100 Familien folgen werden können. Der Kontingent sei jedoch für 1000 Familien berechnet und zwar müsste man im Anfang sich den Boden roden und erst Familienhäuser baun, auf alle Fälle wird es eine Kollektivsiedlung sein, das heisst einer für alle und alle für einen.Wegen Herman habe ich Euch ja geschrieben und seit dieser Zeit habe ich noch kein Schreiben von ihm, jedoch wird morgen oder übermorgenRead automatically; may contain mistakes.
- Language
- German
- Harvested
- 2026-10-19T03:21:16Z · source datestamp n/a · andornot
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